Ein charakteristisches Merkmal eines Gesundheitssystems ist die Art seiner Finanzierung. Es werden grundsätzlich drei Klassen unterschieden:
- Nationaler Gesundheitsdienst: Finanzierung aus Steuermitteln (z.B. Großbritannien, Irland, Dänemark, Portugal)
- Sozialversicherungsmodell: Finanzierung über gesetzliche Pflichtversicherung (z.B. Deutschland, Frankreich, Benelux)
- Privatversicherungsmodell: Finanzierung über freiwillige Krankenversicherung (z.B. USA).
Nach den Gesundheitsdaten der OECD waren die Länder mit den höchsten Ausgaben im Gesundheitswesen als Anteil des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2006:
- USA: 15,3%
- Schweiz: 11,3%
- Frankreich: 11,1%
- Deutschland: 10,6%
- Belgien: 10,4%
- Portugal: 10,2%
- Österreich: 10,1%
- Kanada: 10,0%
- Dänemark: 9,5%
- Niederlande: 9,3%
- Neuseeland: 9,3%
- Schweden: 9,2%
- OECD-Durchschnitt: 8,9%
Rangfolge nach Ausgaben in kaufkraftbereinigten US-Dollar pro Kopf (2006):
- USA 6.714
- Norwegen 4.520
- Schweiz 4.311
- Luxemburg 4.303
- Kanada 3.678
- Österreich 3.606
- Belgien 3.488
- Frankreich 3.449
- Niederlande 3.391
- Deutschland 3.371
- Dänemark: 3.349
- Island 3.340
- OECD-Durchschnitt 2.824 US-$
Im Durchschnitt der OECD-Mitgliedsländer wachsen die Gesundheitsausgaben stärker als die Wirtschaftskraft. Die Pro-Kopf-Ausgaben stiegen von 1990 bis 2005 um über 80%, während die Bruttoinlandsprodukte (BIP) pro Kopf nur um 37% wuchsen. Lagen die Gesundheitsausgaben 1970 durchschnittlich noch bei 5% des BIP, war der Anteil 1990 auf 7% angewachsen und stieg bis zum Jahr 2005 weiter auf 9%.