Die Qualität von Gesundheitssystemen zu beurteilen ist schwierig. So muss beispielsweise ein hoher Anteil an Kranken in der Bevölkerung nicht auf eine schlechte medizinische Versorgung hindeuten. Im Gegenteil wird ein Diabetiker in einem Land mit schlechter medizinischer Versorgung bald sterben und damit aus der Krankenstatistik herausfallen. In einem Land mit guter medizinischer Versorgung hingegen kann er noch lange weiterleben, wird in der Statistik aber als Kranker geführt.
Die Weltgesundheitsorganisation hat eine Rangordnung der Gesundheitssysteme ihrer 191 Mitgliedsländer aufgestellt. Verglichen wurde anhand der oben genannten Ziele -- Gesundheitsniveau, Bedürfnisorientierung und Finanzierungsgerechtigkeit -- auf der Grundlage von Daten aus dem Jahr 1997. Die Studie ergab folgende Platzierungen:
- 1. Frankreich
- 2. Italien
- 3. San Marino
- 4. Andorra
- 5. Malta
- 6. Singapur
- 7. Spanien
- 8. Oman
- 9. Österreich
- 10. Japan
- 16. Luxemburg
- 17. Niederlande
- 18. Großbritannien
- 20. Schweiz
- 25. Deutschland
- 37. USA
- 50. Polen
- 144. China
Das Deutsche Ärzteblatt wirft der Studie eine zu geringe und unseriös gewählte Datenbasis und eine politische Färbung vor. Außerdem wird kritisiert, dass sich die Rankings in den einzelnen Kategorien der Studie sehr stark unterscheiden.
- Gesundheitssystem Deutschlands & Gesundheitsreform (Deutschland)
- Gesundheitssystem in Österreich
- Gesundheitswesen Schweiz
- National Health Service (Großbritannien)
- Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten
- Gesundheitswesen in Ghana
- Gesundheitsreform in den Niederlanden
- weitere Länder siehe Kategorie:Gesundheitswesen_nach_Staat